Aufarbeitung im Herbst / Panik und Angst. Ein Spaziergang gegen Attacken

 

Bald feiere ich Einjähriges mit meinen Attacken. Meinen Begleitern, den Angstzuständen ist es wohl völlig egal, wenn ich keinen Blumenstrauß kaufe. Sie verlassen mich nicht. Sie sind treu. Sehr treu.

Was kann man nach einem Jahr mit Panikattacken sagen. Eines auf jeden Fall. Man, also ich, lebt intensiver, freut sich über Kleinigkeiten, ist nett(er) zu seinen Mitmenschen. Ich schätze eben das Leben mehr. Weniger bis kein Alkohol, mehr Sport (sind das Bauchmuskeln?), weniger Fleisch, viel frische Luft und eine neue Liebe zu Tee. Ja, Tee! In allen Variationen. Heiß, kalt, ungesüßt, Früchte, schwarz. F*** You Colazuckermischmaschgetränke. Flüßige Currywurst, zumindest in Sachen Kalorien.

So humorig sich mancher Satz anhören mag, manchmal sind die Situationen fürchterlich und kaum zu beschreiben. Plötzlich ist sie da die Panikattacke, die Angst vor der Angst. Heute gings doch so gut. Und jetzt? Zum Wände hochgehen!

Hallo zusammen, ich knüpfe sozusagen an meinen ersten Eintrag an, den ich ich eine Panik-Facebook-Gruppe geschrieben habe. Ich habe mich ein wenig arrangiert mit meinen Attacken. Sie werden dadurch nicht weniger, aber es ist vergleichsweise tatsächlich besser geworden. Kaum zu glauben, wie ich im Frühjahr 2014 darüber gedacht habe und welch schlimme Szenarien ich mir ausgemalt habe. Nach 8 Monaten schaffe ich es, wieder Bahn zu fahren. Zumindest Regionalzüge mit regelmäßigen Haltestellen. Undenkbar vorher. Was ist, wenn ich nicht raus kann? Drehe ich durch? Aber ich bin eben noch nie durchgedreht.

Die kältere und auch ruhigere Jahreszeit gibt mir Anlass, Gründe und Ursachen für die Attacken zu suchen. Da höhlten viele Tropfen den Stein. Eine gescheiterte Beziehung, jahrelanger Stress im Beruf, auch älter werden. Die letzte körperliche Untersuchung war in Ordnung. Kein Leistungssportler-Niveau, aber auch nicht unheilbar krank. Daran liegts also nicht. Und woran dann? Du Psycho! Ab in die Geschlossene mit Dir! Ja? Wäre ja zu einfach! Medikamente, Psychopharmaka und Tabletten. Wegsnacken zum Film, dann sind sie weg und ich kann so weiterpowern!?... Mein Körper will mir was sagen. "Andi" sagt er, "Bremse", solange du noch kannst. Aber jeder hat doch Stress, meine Kollegen, Nachbarn, Freunde, DU! Und vielleicht und wahrscheinlich noch mehr.

Aufarbeiten und einfach leben! Kämpfen und sich über kleine Dinge freuen. Mehr ist es noch nicht, aber auch nicht weniger. Danke fürs Lesen. Andi!

7.10.14 00:31

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bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Rafael dann so: (7.10.14 00:44)
Du...
:
Andi...

We aquire... =)


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